Zitierfähige Daten zu Fachkräftemangel, Vakanzzeiten, Recruiting-Kosten und Bewerber-Verhalten in der ambulanten Pflege — mit Quellenangaben. Frei verwendbar mit Quellenangabe (CC BY 4.0).
In Deutschland leben 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen (Statistisches Bundesamt 2023). Bis 2030 fehlen nach Prognosen rund 500.000 Pflegekräfte. Auf jede offene Stelle für Pflegefachkräfte kommen aktuell nur 0,3 arbeitslos gemeldete Fachkräfte (Bundesagentur für Arbeit 2024) — rechnerisch gibt es für die Mehrheit der Stellen keine verfügbare Bewerberin und keinen verfügbaren Bewerber am Markt.
Eine offene Stelle in der Altenpflege bleibt im Durchschnitt 237 Tage unbesetzt (Bundesagentur für Arbeit 2023), in der Krankenpflege rund 200 Tage. Über alle Berufe hinweg liegt der Bundesschnitt bei etwa 140 Tagen. Für einen ambulanten Dienst bedeutet eine unbesetzte Vollzeitstelle über sieben Monate hinweg Überstunden, Mehrkosten und ein erhöhtes Risiko weiterer Kündigungen im Team.
Über Performance-Anzeigen in Kombination mit einer eigenen Karriereseite liegen die Kosten bei 25 bis 80 Euro pro eingehender Bewerbung. Klassische Jobportale liegen bei 200 bis 500 Euro pro Bewerbung. Eine Personalvermittlung kostet 20 bis 30 Prozent des Jahresbruttos. Die Wiederbesetzung einer Fachkraftstelle verursacht insgesamt 6.000 bis 18.000 Euro an direkten und indirekten Kosten.
70 Prozent der Aufrufe von Karriereseiten in der Pflege erfolgen mobil (SCHELL MEDIA 2025). Fehlt eine Gehaltsangabe, sinkt die Bewerbungsquote deutlich; Bewerbungsformulare mit mehr als drei Schritten verlieren einen erheblichen Teil der Interessierten. Antwortzeiten über 72 Stunden führen dazu, dass Kandidatinnen und Kandidaten bereits anderweitig zugesagt haben.
Im Durchschnitt 237 Tage in der Altenpflege und rund 200 Tage in der Krankenpflege (Bundesagentur für Arbeit 2023).
25 bis 80 Euro über Performance-Anzeigen mit eigener Karriereseite, 200 bis 500 Euro über klassische Jobportale.
Ja. Alle Daten sind mit Quelle angegeben und unter CC BY 4.0 frei verwendbar, solange SCHELL MEDIA beziehungsweise die genannte Primärquelle als Quelle genannt wird.